· Tischreden von Katharina & Martin Luther 500 Jahre Reformation – Eine Produktion mit der VHS Rastatt Skandal in Wittenberg! Ex-Mönch heiratet entlaufene Nonne! Geburt des Antichristen naht! Nein, diese Hochzeit war kein Freudenfest. In den Augen vieler Zeitgenossen vielmehr eine schwere Sünde, aus der nur zweiköpfige Missgeburten entspringen konnten, die mitsamt ihrer Eltern bald in der Hölle schmoren würden. Aber selbst die engen Freunde des Bräutigams waren gegen die Verbindung, fürchteten sie doch um die Zukunft der Reformation. Doch trotz aller Widerstände gibt Martin Luther am 13. Juni 1525 Katharina von Bora das Ja-Wort. Die ehemalige Nonne muss gewusst haben, auf wen und was sie sich da einließ. Luther war zwar zu diesem Zeitpunkt schon weltberühmt, seine Thesen bereits angeschlagen, seine Bibel gedruckt. Doch für seine Gegner war er Freiwild: Der Papst hatte ihn mit einem Bann belegt, der Kaiser die Reichsacht über ihn verhängt. Außerdem hauste der rebellische Junggeselle immer noch in einem heruntergekommenen Klosterbau. Darüber hinaus galt Luther als schwieriger Charakter: aufbrausend und egoistisch, zu Depressionen und Völlerei neigend. Und - wie alle Männer seiner Zeit - hielt er nicht viel von Frauen. Das Weiberregiment nimmt selten ein gut End, pflegte er zu sagen. Die Rolle des Weibes sei es, Kinder zu gebären und basta. Besondere Jubiläen fordern besondere Aufmerksamkeit! Der große Reformator Martin Luther nagelte am 31.10.1517 seine 95 Thesen an das Wittenberger Kirchentor – und seine Ansichten veränderten die Welt. So sind auch seine „Tischreden“ veröffentlicht, die zur Essenszeit im Hause Martin Luthers entstanden sind; da versammelten sich nicht nur seine Frau Katharina, die Kinder, die Nichten, Familien-Angehörige, sondern auch Studenten, Freunde, Reisende und Schüler, die meistens theologische und kirchliche Themen diskutierten. Diese von Martin Luther geduldeten Mitschriften und Gesprächsnotizen, systematisiert unter dem Titel „Tischreden“, stellen wir den fiktiven Tischreden seiner Frau Katharina von Bora aus den „Ungehaltenen Reden ungehaltener Frauen“ von Christine Brückner theatralisch gegenüber. Wir sehen im „ehelichen Duell“: Katharina von Bora (Maria Badior) & Martin Luther (Michael Casper-Müller). Katharina interpretiert die Inhalte auf eigene Art, indem sie sich innerlich intensiv mit allen Fragen ihrer Ehe und dem gemeinsamen Leben mit Luther auseinandersetzt. Dabei setzt sie Herz und Verstand gleichberechtigt ein und regt so eine sensible und spannende Glaubensdebatte an.
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Heimat der “Heiligen-Legenden”
Foto: Gerhard Weber